Neue Studie zur Demokratisierung der Energieversorgung erschienen.

Die englisch Studie beschreibt die folgenden Sachverhalte:

  • Solaranlagen auf dem Dach, Smartphones und verteilte Energiespeicherung sind dazu geeignet, die Geschäftsmodelle von Energieversorgern stark einzuschränken. Die Studie schlägt einen Weg vor, das System so zu verändern, dass nicht nur Versorger sondern alle etwas davon haben.
  • Es gibt einen Konsens darüber, dass die zukünftige Energiewirtschaft aus sauberer Energie, höherer Effizienz und mehr Flexibilität bestehen soll. Die Studie geht darüber hinaus und zeigt auf, wie lokale Steuerung und Zugang für alle das System demokratisieren kann.
  • Die Studie zeigt Regeln für die Transformation zu einer demokratischen Energieversorgung auf und gibt Beispiele für aktuell schon beobachtbare Prozesse.

Hier geht es zur Studie: Beyond Utility 2.0 to Energy Democracy

Umlagen und Abgaben Strom für 2015 stehen jetzt fest.

Die für die Belieferung mit Strom relevanten Abgaben und Umlagen ab dem 1.1.2015 stehen jetzt fest. Zusammen mit den Netznutzungsentgelten stellen sie einen wesentlichen Teil der Kosten dar, die die Endverbraucher für Strom zahlen müssen. Nachfolgend finden Sie die Zahlen tabellarisch aufgelistet (Für Haushaltskunden).

Ökostrompreise steigen an – Lichtblick AG ab 2013 teuerster Anbieter

Seit heute stehen die Strompreise der vier großen bundesweiten Ökostromanbieter Greenpeace Energy eG, Naturstrom AG, EWS Schönau GmbH und Lichtblick AG fest. Die Reihenfolge hat sich dabei ein wenig geändert. So ist die letztes Jahr drittplatzierte Lichtblick AG durch die Preiserhöhung 2013 auf den letzten Platz abgerutscht.

KWK-Umlage 2013 steigt für Haushaltskunden auf 0,126 ct/kWh

Nach der Erhöhung der EEG-Umlage auf 5,277 ct/kWh und dem Anstieg der §19-Umlage auf 0,329 ct/kWh steigt laut der Veröffentlichung der Plattform EEG / KWK-G 2013 auch die KWK Umlage erheblich von 0,002 ct/kWh auf 0,126 ct/kWh.

Für Haushaltskunden ergeben sich somit insgesamt folgende Steigerungen in 2013:

Umlage 2013 ct/kWh 2012 ct/kWh Änderung ct/kWh € bei 3.500 kWh/a
EEG Umlage 5,277 3,592 +1,685 58,98
KWK Umlage 0,126 0,002 +0,124 4,34
§ 19 Umlage 0,329 0,151 +0,178 6,23
Offshore Umlage 0,250 0,000 +0,250 8,75
Summe 5,982 3,745 2,237 78,30

 

Die Zuschläge für Kunden mit einem Verbrauch über 100.000 kWh/a verbleiben für alle Umlagearten auf dem Vorjahresniveau, lediglich bei der KWK Umlage erhöht sich die Umlage für die Kategorie B (> 100.000 kWh/a, nicht privilegiert) leicht von 0,05 auf 0,06 ct/kWh. Die Offshore-Umlage muss noch vom Gesetzgeber endgültig beschlossen werden.

Insgesamt verschieben die o.g. Veränderungen die Last der Kosten für den Umbau der Energiewende weiter zu den Haushaltskunden und den kleinen Gewerbekunden.

Bestandteile der Strompreise

In den nächsten Wochen steht wahrscheinlich vielen Privat- und Gewerbekunden eine neue Preiserhöhungsrunde für Strom ins Haus. Begründung wird in den meisten Fällen die mit hoher Wahrscheinlichkeit steigende EEG-Umlage sein. Um die Diskussion darüber mit ein wenig mehr Fakten zu unterlegen, habe ich im folgenden Artikel die Bestandteile des Strompreises an drei konkreten Beispielen analysiert. Dazu haben wir die Preisbestandteile eines Haushaltskunden, eines Gewerbebetriebes und eines Industriekunden verglichen. Zur Vereinfachung habe ich alle Kunden in das Verteilnetz von Hamburg gelegt.

Das Grünstrom-Herkunftsnachweis-Register des UBA: In 100 Tagen geht’s los?

Das Herkunftsnachweisregister für Grünstrom, für das das Umweltbundesamt die Federführung innehat, soll in 100 Tagen starten. Von diesem einerseits für die Einhaltung einschlägiger europäischer Richtlinien, aber auch für das Funktionieren eines glaubwürdigen Absatzmarktes von Ökostrom wichtige Projekt ist noch wenig erkennbar.

Auf der Internetseite www.hknr.de ist zu lesen, das der Entwurf für die Herkunftsnachweis-Durchführungsverordnung sich nach Bearbeitung von Branchenstellungnahmen in der Ressortabstimmung befindet, sie soll noch im September in Kraft treten. Bis zum Jahresende sind es dann noch knapp 100 Tage bis zum voraussichtlichen Start des Registers. Kaum ein Marktteilnehmer rechnet jedoch damit, dass dies wirklich reibungslos von statten gehen wird.

Entschädigung für Off-Shore Anlagenbetreiber: 0,25 ct/kWh für 2013 sind schon fixiert.

Jetzt hat der Gesetzesentwurf zur Entschädigung von Off-shore Windparkbetreibern für aufgrund fehlendem Netzanschluss entstehenden Einnahmeausfälle die nächste Hürde nahezu unverändert genommen. Das Bundeskabinett hat heute diesen Entwurf aus der Feder des BMWi beschlossen. Die spannenden Themen finden sich in den neuen Paragraphen 17e – 17h EnWG auf den Seiten 13 bis 16 des Dokuments. Darüberhinaus wird die generelle 30-Monatsfrist durch einen neuen jährlichen Offshore-Netzentwicklungsplan ersetzt, in dem die Netzanbindungenen individueller festgelegt werden können.

Zukünftiger Anstieg der Strompreise: Gerechtfertigt oder nicht?

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen hat in einem Kurzgutachten die Veränderungen bei den Strompreisen seit 2007 analysieren lassen. Grundsätzlich ein richtiger Ansatz, um mehr Transparenz in diesem Markt zu schaffen.

Erneuerbare Energie: Politik und Branche sind auf dem Holzweg

 

Letzte Woche erhielt ich den jährlichen Kontoauszug zu meinem Investment in einige Solarprojekte in Süddeutschland. Aus den wenigen Zahlen liess sich mit dem Taschenrechner schnell eine Rendite auf das eingesetzte Kapital von 12,2 % für das Jahr 2011 ausrechnen. Zwölf Komma Zwei Prozent. Für mich ein schon unverschämt hoher Wert. Gleichzeitig kursiert die Zahl von 5 ct/kWh für die EEG Umlage ab 2013 in den Medien. Eine Steigerung von ca. 40%. Hinzu kommen Meldungen, dass das Bundeswirtschaftsministerium per Verordnung eine zusätzliche Endkundenumlage für die Einnahmeausfälle der Offshore-Windparkbetreiber plant, die aufgrund von Verzögerungen beim Bau der Infrastruktur entstehen.

Serie: Portrait deutscher Ökostromlieferanten

Der deutsche Ökostrommarkt hat sich seit der Liberalisierung Ende der 1990er Jahre kontinuierlich entwickelt. Heute finden interessierte Kunden eine Vielzahl von unterschiedlichen lokalen, regionalen und bundesweiten Anbietern vor. Diverse Verbraucherportale bieten im Internet in der Regel preisorientierte Produktübersichten an, die für Ökostromprodukte noch mit Angaben zu vergebenen Labels wie z.B. OK-Power, Grüner Strom Label oder TÜV ergänzt werden. Auch die Stiftung Warentest bietet jährlich eine Übersicht zu verfügbaren Produkten an.